Essen für Kochfaule

September 24, 2008

Heute:

Eibrot mit Geschwür

Heute Abend wollen wir uns mal einem echten Klassiker unter dem Jungesellenessen widmen, dem Eibrot.

Genauer gesagt handelt es sich dabei natürlich nicht um ein Brot aus Ei, sondern ein mit Spiegelei belegtes Brot.

Was wir dafür brauchen (1 Portion):

2 Eier (Am Besten aus Boden oder Freilandhaltung natürlich. Leider fällt mir dazu kein passabler Wortwitz ein, belassen wir es also dabei, dass die so einfach besser schmecken.)

2 Scheiben Schwarz/ Mischbrot

Salz, Weißer Pfeffer

Zubereitung:

Soviel Olivenöl in eine Pfanne geben, dass der Boden damit bedeckt wird. Die Pfanne auf „echt seuchenheiß“ vorheizen, dann rein mit den Eiern. Praktisch ist es immer, wenn man das Eigelb zersticht und die Eier beidseitig brät, wer dazu

a) zu faul ist

b) nicht den nötigen Skill hat

ist eben selber Schuld.

Wenn das Ei auf beiden Seiten/ der Unterseite fest ist, raus damit und rauf aufs Brot (mit dem Ei).

Eine kleine Bemerkung am Rande:

Ist das Ei gräulich/ schwarz verfärbt, war es entweder zu lang drin oder schon über dem Verfallsdatum, herzlichen Glückwunsch. Nur keine Panik jedoch, davon geht die Welt nicht unter.

Was man mit so einem „Verlorenen Ei“ noch alles anstellen kann, erfahrt ihr im nächsten Teil.

Weiter gehts also für alle, die es gepackt haben, die arme Vogelbrühe nicht total zu zerschmurgeln:

Das Ei liegt jetzt auf den beiden Broten, die ihr einander natürlich so gegenübergestellt habt, dass sie einen Kreis bilden. Wer Kastenbrot benutzt ist Vegetarier und darf eh kein Ei essen.

Unserem „Ei mit Geschwür“ verleihen wir jetzt noch den letzten Schliff:

Etwas Salz drauf, und dann, zum krönenden Abschluss-

Weißer Pfeffer.

Wer nur schwarzen hat brauchts garnicht erst versuchen; sowas kleinbürgerliches kommt bei uns nicht auf den Tisch. Ei mit schwarzem Pfeffer- Pah.

Wer den Pfeffer ausreichend dosiert erfährt jetzt auch, woher unser Gericht seinen Namen hat.

Na dann:

Guten Appetit und viel Spaß mit diesem Evergreen aus der Studentenküche. Als Beilage eignet sich übrigens alles außer Orchideen, aber fragt nicht, warum.

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