August 31, 2009

„Elena: Wahrscheinlich, Iwan Petrowitsch, sind Sie und ich deshalb so gute Freunde, weil wir beide geistlose, langweilige Menschen sind.“

(Anton Tschechow- Onkel Wanja [Theaterstück], Erster Akt, Übersetzung von Andrea Clemens)

Ein extrem geniales Stück übrigens, falls zufällig jemand noch was kurzes zu lesen sucht (ca. 50 Seiten).

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So, aus gegebenem Anlass (und weil es sich, zugegebenermaßen, als für meine Visits sehr zuträglich erwiesen hat) hier nochmal ein Stück meiner schulischen Arbeit. Vielleicht hilft das ja jemandem weiter, der zufällig… ach vergessts.

Gedichtinterpretation:

Joseph von Eichendorff- Zwielicht

Dämmrung will die Flügel spreiten,
Schaurig rühren sich die Bäume,
Wolken ziehn wie schwere Träume –
Was will dieses Graun bedeuten?

Hast ein Reh du lieb vor andern,
Laß es nicht alleine grasen,
Jäger ziehn im Wald und blasen,
Stimmen hin und wider wandern.

Hast du einen Freund hienieden,
Trau ihm nicht zu dieser Stunde,
Freundlich wohl mit Aug und Munde,
Sinnt er Krieg im tückschen Frieden.

Was heut müde gehet unter,
Hebt sich morgen neugeboren.
Manches bleibt in Nacht verloren –
Hüte dich, bleib wach und munter!
(1812)

Das von mir zu analysierende Gedicht trägt den Titel „Zwielicht“ und wurde 1812 von Joseph von Eichendorff verfasst, somit ist es in die literarische Epoche der Romantik einzuordnen.
Diese literarische Bewegung zu Beginn des 19. Jh. zeichnete sich vor allem durch eine poetisch verklärte Rückkehr in die Motivik der Natur aus, bei der dem Leser oft absichtlich Raum für eigene Interpretation gelassen wurde.
Die romantischen Lyriker lehnten die barocke Regelpoetik strikt ab und wandten sich auch gegen gesellschaftliche Normen und Werte sowie den strikten Rationalismus der Aufklärung, während ihre Werke inhaltlich das Irrationale, Unbewusste thematisierten, um so eine remystifizierung der vom Menschen entauberten Welt zu erreichen.

Formal ist „Zwielicht“ in vier Quartette gegliedert, die jeweils in einem umarmenden Reim angeordnet sind und in einem 4hebigen Trochäus betont werden.
Gerade dieses umschlingende Reimschema unterstützt auch den inhaltlichen Aufbau des Gedichts, indem es dessen Gliederung auf der Mikroebene üernimmt:
Die erste Strophe des Gedichts stellt dabei eine Einleitung dar, in der das Naturmotiv des „Zwielicht“ eingeführt wird. Die zweite und dritte Strophe erläutern dieses Motiv, während die letzte wieder auf der Metaebene an den Leser bzw. vom lyrischen Ich an sich selbst gerichtet ist.
Intention des Autors war es, in seinem Gedicht über die Metapher des Zwielichts, mit der er sein Werk überschreibt, auf Tücke und für den Menschen oft unverständliche Arglist seiner Umwelt hinzuweisen und den Menschen als einzige Vertrauensperson für sich selbst aufzuzeigen.

Die erste Strophe beginnt mit der Personifizierung der Dämmerung, die „die Flügel spreiten“ (Z. 1) will und so etwas unheimliches, besitzergreifendes und unwirkliches wird.
„Wolken ziehn wie schwere Träume“ heißt es in der dritten Zeile. Die Wolken sind hier als eine Metapher für den Albtraum und die Abgründe des menschlichen Geistes zu verstehen und entschlüsseln in dieser Metapher die Tatsache, dass das Naturbild in „Zwielicht“ seinerseits eine Metapher darstellt- für den menschlichen Geist.
Durch einen Gedankenstrich mit der vorhergehenden Strophe verbunden und so den Bezug zur Albtraum- Metapher herstellend, wendet sich das lyrische Ich nun mit „Was will dieses Graun bedeuten?“ (Z.4) direkt an den Leser. Bewusst wird eine eindeutige Wertung des Wortes „Graun“ (Z. 4) ausgelassen- es könnte hier sowohl innerhalb des Naturbilds für das Abend- oder Morgengrauen stehen, als sich auch rückwirkend im Bezug auf die „Träume“ (Z. 3) erneut auf die Zwiespältigkeit und Unverständlichkeit menschlichen Denkens und Handelns beziehen.
Die bedrohlich aufziehende Dämmerung, deren tieferer Sinn dem lyrischen Ich und auch dem Leser zu diesem Zeitpunkt unverständlich bleibt, wird in den folgenden 2 Strophen metaphorisch als Bedrohung des Zwischenmenschlichen erläutert.
Die zweite Strophe des Gedichts thematisiert die Bedrohung der Liebe durch Konkurrenz und Versuchungen abseits der Pfade der eigenen Beziehung.
Mit dem Bild „Hast ein Reh du lieb vor andern, lass es nicht alleine grasen“ (Z. 5, 6) setzt die zweite Strophe ein und macht deutlich, wie das Metrum des Trochäus die Appelle des lyrischen Ichs durch Betonung der ersten Silbe unterstreicht.
Das Bild des Rehs, welches für Zartheit, Unschuld, aber auch für das wehrlose Opfer steht, ist metaphorisch klar dem oder der Geliebten des Angesprochenen zugeordnet.
Im Gesamtkontext des Gedichtes, das gerade in der dritten Strophe vermittelt, niemandem zu trauen als sich selbst, ist jedoch davon auszugehen, dass es sich bei den appellativen Äußerungen des lyrischen Ichs um Warnungen an sich selbst, bei dem Gedicht also um einen Monolog handelt.
„Lass es nicht alleine grasen“ (Z. 6) appelliert das lyrische Ich also an sich selbst, wachsam zu sein, und die Geliebte vor den „Jägern“, seinen Konkurrenten, zu schützen.
Das Bild der durch den Wald schreitenden Jäger in Zeile 7 steht für die Versuchungen, die durch das Abkommen vom rechten Weg stehen.
Zwar ist das Bild des Waldes eindeutig als eines der Hauptmotive der Romantik zu verstehen. Dieses wird jedoch hier nicht nur poetisch verklärt wiedergegeben, das Gedicht thematisiert auch die Gefahren, die durch die Abkehr von gesellschaftlichen Normen und Werten entstehen können; eine Zweischneidigkeit, die sich hervorragend auf die metaphorische Bedeutung des Gedichttitels beziehen lässt.
Die Hörner der Jäger, die „ziehn im Wald und blasen“ (Z. 7) stehen dabei für die von der Abkehr von gesellschaftlichen Werten ausgehende Versuchung.
Die zweite Strophe endet mit der Zeile „Stimmen hin und wieder wandern“ (Z. 8), die mit dem Motiv der nicht zuordbaren, körperlosen Stimmen für die neue, vom lyrischen Ich als gefährlich empfundene Unverfänglichkeit der Liebe steht.
Am eindeutigsten beschäftigt sich die dritte Strophe des Gedichts mit der Arglist und Tücke, die sich hinter einer scheinbar freundlichen Fassade verbergen, was sich erneut auf das Motiv des Zwielichts beziehen lässt.
„Hast du einen Freund hienieden, trau ihm nicht zu dieser Stunde“ (Z. 9) appelliert das lyrische Ich, wie bereits erläutert, nicht an Leser, sondern vielmehr an sich selbst, weil es, wie es in diesen zwei Versen ausgedrückt wird, sonst niemandem trauen kann.
Die beiden letzten Verse der dritten Strophe drücken dann explizit das unverständliche, hintergründig heimtückische des menschlichen Geistes aus:
„Freundlich wohl mit Aug und Munde, sinnt er Krieg im tückschen Frieden“ (Z. 11, 12), erläutert das lyrische Ich und erreicht durch die antithetische Gegenüberstellung von „Krieg“ und „tückschem Frieden“, also einem von vornherein nur vorgetäuschten Friedenszustand mit böswilliger Absicht, den Climax der Zwielichtmetaphorik des Gedichtes.
Während also das lyrische Ich sich in zweiter und dritter Strophe die Gefahren seine Umwelt vor Augen führt, kehrt es in der letzten Strophe wieder auf die Metaebene zurück und erreicht, das Erkannte im Überblick betrachtend, einen abschließenden warnenden Appell an sich selbst, der zum Ausdruck bringt, dass es durch seinen Monolog zu einem tieferen Verständnis des „Zwielichts“ gelangt ist.
Dabei sind erster und zweiter Vers der Strophe sich noch einmal antithetisch gegenübergestellt.
„Was heut müde gehet unter, hebt sich morgen neugeboren“ (Z. 13, 14) folgert das lyrische Ich in nun eher erläuterndem Ton; die Gegenüberstellung von „heut müde“ und „morgen neugeboren“, sowie „gehet unter“ und „hebt sich“ macht die Antithese vollkommen.
Zudem drückt sich in diesen ersten beiden Zeilen ein gewisser Grundoptimismus aus, der auch durch den Reim „morgen“ – „neugeboren“ innerhalb der 14. Zeile unterstützt wird.
Dieser wird jedoch seinerseits wieder den letzten Zeilen des Gedichts gegenübergestellt, in denen das lyrische abschließend an sich selbst appelliert:
„Manches bleibt in Nacht verloren- hüte dich, bleib wach und munter!“ (Z. 15, 16)
Der Appell also, trotz positiver Grundstimmung seiner Umwelt nicht zu vertrauen.
„Manches“ in Zeile 18 lässt dabei absichtlich unklar, was verborgen bleibt und wahrt so einen drohenden, unheimlichen Unterton.
Durch die Betonung des Trochäus besonders verstärkt werden in der letzten Zeile des Gedichts die Verben „Hüte“ und „bleib“, was den Appellcharakter dieses Ausrufs final unterstreicht.

Insgesamt handelt es sich bei „Zwielicht“ um ein für die Romantik typisches Gedicht, weil es Naturmotivik und unklare Faszination an den Abgründen des Menschlichen unter der Aufforderung, nur sich selbst zu trauen, zusammenbringt.
Das Naturmotiv stellt dabei, sowohl in der ersten Strophe, als auch im Mittelteil des Gedichts, keine wirklichen Naturerlebnisse des lyrischen Ichs dar, sondern dient nur zu Erläuterung seiner Seelenzustände und der metaphorischen Unterstreichung seiner Appelle.

Beppo der Clown fährt ohne Arme Slalom- Ski

(Er hat die Arme nicht etwa auf den Rücken gebunden- er hat keine Arme. Und ja, sein Überleben ist nicht von dringlicher Notwendigkeit für unsere Gesellschaft)

Heute wieder eine großartige Entdeckung im Internet gemacht:

Sensationeller Hund

Mischling pinkelt – und läuft dabei auf den Vorderpfoten

Da fragt man sich doch: Wird der Mensch überflüssig? Ist das das Ende der Evolution, der Beginn einer neuen Spezies? Wenn jetzt schon irgendso ein Straßenköter scheinbar mühelos alles beherrscht, was die Menschheit sich in Jahren der Forschung und der genetischen Auslese erarbeitet hat (Die Fähigkeit, im Kopfstand zu pinkeln), warum dann überhaupt noch weitermachen?

Diese Griffe am Klo, damit ich auch zu Hause im Kopfstand kann, haben ein Vermögen gekostet, soll ich jetzt auch noch ein Podest anschaffen, wenn die Verwandschaft mal wieder ihren Köter anschleppt?

Nein Danke Freunde, das geht zu weit.

Habe das Klo an die Decke gehängt.

Straßenköter: 0

Ich: 1

Er will ja nicht so richtig, unser deutscher Wahlkampf und so richtig wählen will man ja eigentlich auch nicht. Viel zu oft musste man in diesem Zusammenhang schon das wirklich inflationär gebrauchte Wortspiel „WahlKRAMPF statt WahlKAMPF“ lesen, was nur beweist, dass Journalisten höchstens genausoviel Mensch sind wie eben Politiker.

Die Lösung für die ganze Misere hat indess Popsternchen Clueso parat:

„In der Politik fehlen die lockeren Typen.“ sagte er jüngst dem Spiegel, der, geradezu in eine Art hysterische Euphorie verfallend, aus diesem Sportpalast-tauglichen Satz einen Aufmacher machte.

Liebe Freunde, warum noch wählen gehen, wenn eh alles aussichtslos ist? Es fehlen einfach die lockeren Typen.

Ich führe diesen Blog in der strikten Annahme, dass jeder meiner Leser ein reges Interesse an schicksalhaften Wendungen in meinem Privatleben zeigt- hier ist er also (egal ob ihrs wollt oder nicht)- der große „Juhu, endlich Jobwechsel“- Artikel!

Wer diesen Blog einige Zeit verfolgt hat, weiß, dass ich mich vor mittlerweile fast zwei Jahren notgedrungen in einen Job knechten ließ, in dem es vor allem um eins ging: Gemüse.

Mit einem grandiosen Wochenverdienst von 21€ Spitze, der immerhin ausreichend war, um meine Fahrtkosten bis zum Arbeitsplatz zu decken, durfte ich mich dreimal in der Woche dazu erniedrigen, je eine Stunde Kisten voll gut durchgereiftem Gemüse aus grünen Kisten in andere grüne Kisten zu laden, um sie später in eine große weiße Kiste zu packen (Monatelange schweißtriefende Nachforschungen haben gezeigt: Es handelt sich um das Kühlhaus. Das erklärt einiges.). Natürlich entsprach das intellektuelle Niveau dieses Jobs nicht ganz meinen optimal- Erwartungen, aber „was solls“, dachte ich, wird so schlimm nicht sein.

War es doch.

Als hätte mir jemand ein Schild auf die Stirn geklebt, war von Anfang an irgendwie klar, dass ich der absolute Oberknecht in dem Laden war, entsprechend fiel auch mein Tätigkeitsfeld aus. Über die Monate entwickelten meine Kolleginnen ein sowohl psychologisch als auch taktisch auf höchstem Niveau ausgefeiltes System, einfach uuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuunendlich langsam zu arbeiten, um mich so dazu zu bringen, ihre Jobs einfach auch noch zu machen. Dies müssen sie in dem Glauben getan haben, ich wolle bestimmt auch irgendwann nochmal nach Hause, würde also irgendwann anfangen es einfach hinzunehmen. War ja dann auch so, bis ich vor kurzem auf dem Trichter gekommen bin, im Gegenzug einfach auch uuuuuuuuuuuuuuuuuuuuunendlich langsam zu arbeiten.

Wer also bis diesen Freitag abend 7 Uhr in das Kaff in dem ich arbeite fährt, wird im dortigen Gemüseladen zwei Gestalten entdecken. Beide unterscheiden sich zunächst nur äußerlich und bewegen sich so langsam, dass man wahrscheinlich einige Minuten warten müsste, um überhaupt noch Bewegung zu erkennen. Letzten Endes ergebe ich mich ja dann doch meistens, aber wenigstens ein kleiner Triumph muss doch errungen werden, sonst geht irgendwann die Selbstachtung flöten. Immerhin- jetzt ist alles vorbei.

Ich kann zurückblicken auf, nicht auf ein Jahr, nicht auf mehr als ein Jahr, sondern auf eine Ära- Die Gemüse- Ära, in späteren Geschichtsbüchern wahrscheinlich als „Kolrabi- Zeitalter“ oder das „Jahrhundert der Kiwi“ bezeichnet.  Ich blicke zurück auf Abende voller Freude, als Kollegen sich in kameradschaftlicher Manier jauchzend Chicoree zuwarfen und über das satte grün der Mini- Salatgurken zu €-,79 frohlockten. Auf nette Menschen in blitzenden Sportwagen, die sich auch eine Viertelstunde nach Ladenschluss noch erbarmten, uns noch „schnell zwei Milliarden Kumquats“ oder „vielleicht noch eben eine halbe Cocktail- Tomate“ abzunehmen, damit das arme Fußvolk auch nicht am Hungertuch nagen muss. Ich blicke zurück auf Kolleginnen mit ulkigen Eigenheiten, zB. eine, die jeden Satz mit „oder“ oder „nichwahr?“ beendet und erst fortfährt, wenn sie von mir bestätigt worden ist; eine, die zu jeder passenden und unpassenden Gelegenheit „so“ sagte, in einem Tempo von ungefähr 2s/m (so´s pro Minute), ach ja. Irgendwann werden wir alle auf diese großartige, diese umwerfende Zeit zurückblicken, als wir noch in der guten mittelgrünen Reife unseres Lebens steckten und wir werden uns sagen: „Teufel ja, dieser Raiden, das mit dem Gemüse, da macht dem keiner was vor.“

Wie dem auch sei, jetzt arbeite ich bei der DPD, die neue Artikelüberschrift für arbeitsbezogene Sachen könnte ungefähr „fiep- fiep- Storno“ lauten, was ziemlich charakteristisch ist für das, was ich da mache:

Kisten einscannen.

Ob mans glaubt oder nicht, dass ist eine hochkomplexe Tätigkeit, die das Kurzzeitgedächtnis eines gut trainierten Memory- Weltmeisters erfordert, dafür im Gegenzug aber ungefähr so anstrengend ist wie zwei Stunden Call of Duty 4 im Multiplayer- nicht ganz anforderungslos also und auf jeden Fall wesentlich besser bezahlt. Sollte also jemand von euch in nächster Zeit ein Paket verschicken, muss er damit rechnen, dass es eventuell durch mein „Fiep- Fiep“ – dingens läuft- expect the unexpected.

Ich werde sie wohl nie ganz hinter mir lassen, die Kisten.

August 18, 2009

„Freiheit ist aber mehr als Unabhängigkeit, sie bezeichnet den Willen und die Fähigkeit, sich selbst ein Ziel zu setzen, dieses Ziel an moralischen Werten auszurichten, mit dem eigenen Leben in Übereinstimmung bringen und konsequent verfolgen zu können.“

Bernhard Bueb (Lob der Disziplin- Eine Streitschrift)

Die Autobahn überleben-

August 15, 2009

Ein kurzes Überlebenshandbuch ohne Elke Heidenreich

Recht habt ihr. Und genau deshalb werde ich, gesegnet mit der Weisheit eines mindestens 7000 Jahre alten Mannes, euch nun einige wichtige Tipps geben, wie ihr die Fahrt in den Urlaub (und wieder zurück) am besten überlebt.

Das ganze gliedert sich in zwei Teile: Zum einen euer

1) Survival- Kit, also was ihr unbedingt braucht

zum zweiten die

2) L.d.v.F.d.u.z.T.o.S.f.w. (Liste der verhängnisvollen Fehler, die unweigerlich zum Tod oder Schlimmerem führen werden).

Das Survival Kit

Wollt ihr eine mindestens 8 stündige Autofahrt gesunden Körpers und Geistes überstehen, brauch ihr folgende Dinge UNBEDINGT:

1) Auf dem Beifahrersitz/der Freundin/im Getränkehalter zu positionieren:

RedBull, irgendein koffeinloses Getränk nach Wahl, das aber nicht besonders gut schmeckt (am besten stilles Wasser), Snickers.

2) Im CD- Wechsler/ auf dem Beifahrersitz/ dem Beifahrer bereitzuhalten:

Eine CD- Sammlung mit Titeln, die ihr auch wirklich hört, möglicherweise Hörbücher (Mindestdauer: Hin- und Rückfahrt)

3) Eine leere Flasche, mindestens 1l.

4) Einen Schraubenzieher

Ha! werdet ihr sagen, auf den Kram kann ich doch gut verzichten, der soll doch mal labern. Es folgt die L.d.v.F.d.u.z.T.o.S.f.w. (Liste der verhängnisvollen Fehler, die unweigerlich zum Tod oder Schlimmerem führen werden), die euch genauestens demonstriert, warum dem nicht so ist:

Die L.d.v.F.d.u.z.T.o.S.f.w. (Liste der verhängnisvollen Fehler, die unweigerlich zum Tod oder Schlimmerem führen werden)

Fehler 1:

Survival Kit nicht dabei. Mögliche folgen: – Ihr steht im Stau. Ihr verhungert/ verdurstet

– Es dauert mal wieder länger, aber ihr habt kein Snickers. Siehe mögl. 1.

– Ihr steht im Stau/ der Beifahrer labert, ihr schlaft ein (RedBull fehlt)

Fehler 2:

Falsches Survival Kit mitgenommen:          – Die Gummipuppe sieht zwar lustig aus, aber ihr könnt sie nicht essen.

– Das Unversalmesser lässt euch zwar bedrohlich aussehen, aber „Großstadtdschungel“ ist leider nur eine Metapher.

Fehler 3:

Cd- Sammlung vergessen:                                – Versuch…die…Finger…ruhigzuhalten…neeeein- zu spät. Du hast das Radio angestellt und Silbermond, Daugthry und die Söhne Mannheims schmelzen langsam, aber unaufhaltsam dein Hirn. Niemand kann ohne eigene Musik lange seinen inneren Roberto Blanco im Zaum halten, glaubt mir.

Fehler 4:

Leere Flasche vergessen:                               – Du stehst im Stau und hast zu viel getrunken. Kein weiterer Kommentar.

Fehler 5:

Du hast den Schraubenzieher vergessen: – Absolut verhängnisvoll. Selbst, wenn die CD- Sammlung zuhause geblieben ist, der Schraubenzieher wäre deine letzte Waffe gegen den inneren Roberto Blanco gewesen. Mit ihm hättest du die Knöpfe deiner Musikanlage raushebeln können (dagegen wäre selbst der gutgelaunte Alleinunterhalter machtlos gewesen). Jetzt stampfen die Hans&Hans und irgendein angetrunkener Nachtmoderator siegessicher durch deinen Gehörgang. Operation „verbrannte Erde“ hat begonnen.

(Alle Fehler und Auswirkungen sind beliebig kombinierbar. Dankt mir später.)