Sakrileg

Dezember 20, 2008

Ich bin zurück. Zumindest mal kurz.

Und ich würde mich nicht melden, wäre es nicht wichtig.

Wir schreiben Samstag, den 20. Dezember 2008. Sebastian M.* ist gelangweilt und fährt in die Vidiothek, sich Filme ausleihen.

Seine Wahl fällt auf: „Fleisch ist mein Gemüse“, eine Verfilmung des gleichnamigen, exzellenten Buches.

Schon nach den ersten Minuten wird jedoch klar: Was hier auf DVD gepresst wurde ist ekelhaft, kotzelangweilig und klamaukig und hat, trotz relativ genauer Nachstellung wenig mit dem Buch zu tun.

Mit Ausnahme des Hauptdarstellers, stümpern sich alle Charaktere durch ihre Rollen, Gurki, eine der wichtigsten Figuren des Buches, ist so grauenhaft besetzt, dass es einem wirklich hochkommt. Überhaupt ist schauspielerisches Talent rar gesäht in dieser Parade armseliger Geschmacklosigkeiten, deren beste Momente offenbar im Trailer bereits zusammgefasst waren.

Im Fazit muss ich dazu sagen: LEST DAS BUCH.

Ziemlich schade, dass sich Strunk für diesen Unsinn hergegeben hat, seine Stimme leiht und vor allem sein Werk, dass exzellent geschrieben ist und vor hinter- wie vordergründigem Witz und sprachlichen Spitzfindigkeiten strotzt.

[Heinz Strunk: Fleisch ist mein Gemüse. Ich würde dazu raten, aus Protest nicht das Buch zum Film zum Buch sondern das Original zu kaufen.]

Meine Herrn, da isser auch schon wieder weg, und wirklich wichtig wars ja nich, wasser gesagt hat. Aber manche Dinge müssen einfach raus (nach diesem Film vor allem Frühstück und Mittagessen).

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*Name ist der Redaktion bekannt

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