Aftermath: Erlösung

Oktober 21, 2008

Project: Ʌftermath.

Part.four- Erlösung

Seit Tagen schon liegt er im Dreck, trinkt silbrig schillerndes Wasser aus einer Pfütze.
Kann sich nicht bewegen, kann kaum noch atmen.
Erschöpft blinzelt er Fliegen aus den Augen, widerliche Dämonen, die in seinen Beinen und seinem Rücken brüten und von ihm zehren wie von einer schönen Erinnerung.
Auf der gegenüberliegenden Straßenseite spielen dürre Kinder im Seuchenschlamm.
Niemand kann ihnen mehr helfen, sie sterben wie das Land.
Ein Schmerz wühlt in seinen Eingeweiden, reißt an Leber und Milz und lässt ihn aufstöhnen.
Gequält verdreht er die Augen und blickt in den Himmel.
In der Ferne speien Raketenlafetten Tod in den Morgen, Kinderschreien gleich vergeht ihr gleißender Hass in der Ferne.
Stille verschlägt ihm plötzlich den Atem, die Kinder heben die Köpfe.
Ein Heulen und Krachen, wunderbar und schrecklich, endlich hört er es auch.
Himmelhell strahlend gräbt eine zweite Stonne sich in den kranken Boden.
In unwirklichen Glanz gehüllt stimmt der Chor der Todgeweihten ein; geschrieene Psalme lassen das Land erbeben.
Sein Herz schlägt nicht mehr.

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Cloverfield…

Oktober 19, 2008

…bläst den Staub von der Mottenkiste der Monsterfilme

Vor kurzem erst in den Verleih gekommen habe ich mir dieser Tage mal „Cloverfield“ reingezogen.

Junge ist das ein progressiver Film!

Grundsätzlich sollte das Genre der Monsterfilme ja klar sein:

Gewaltiges unerklärliches Urviech greift die zivilisierte Welt an, Militär wehrt sich, zwei dutzend Wissenschaftler und mindestens drei Öko- Fuzzies retten im Endeffekt alles.

Schon die Trailer zu Cloverfield machten jedoch klar, das man hier keinen Monsterfilm im herkömmlichen Sinne vorgesetzt bekommen würde. Ja, machten im grundegenommen nicht einmal direkt klar, dass es sich überhaupt um einen Monsterfilm handeln würde.

Seltsam verstörend flimmern verwackelte Handcam- Bilder über den Schirm, lachende Menschen auf einer Party, plötzlich Stromausfall, zwischendurch immer wieder Einstellungen, die mit der eigentlichen Handlung nichts zu tun zu haben scheinen.

Gerade dieses Stilmittel der Handcam macht Cloverfield jedoch zu einer im Vergleich zu Schinken wie King Kong oder Godzilla unendlich unmittelbareren Erfahrung: Der Zuschauer ist mindestens genauso geschockt und entsetzt, was zum Teufel geht denn jetzt, ach du Scheiße!

Der Zuschauer hat vor allem ebensowenig eine Ahnung wie die Charaktere der Handlung, die ihre Rollen so glaubwürdig spielen, das man sich direkt in das zerstörte New- York des Films versetzt fühlt.

Und der Film spart nicht mit versteckten Hints auf die Herkunft des Monsters, gibt Anlass zum Rätseln und plötzlich findet man sich wieder in einem Sog aus Spekulationen auf den zweiten Teil (Der übrigens schon in Planung ist).

Was hat das alles mit Alpha- Kappa- My zu tun? Ist das wirklich ein Sattelit, der da am Ende abstürzt? Davon werdet ihr euch schon selbst überzeugen müssen, denn ich lege euch wärmstens ans Herz, euch Cloverfield  mal anzutun, ob nun gekauft oder ausgeliehen, kost ja quasi nix.

Und es lohnt, bis ans allerletzte Ende durchzuhalten:

„Help us“ flüstert eine verstörte Stimme ins Mikrophon.

Rückwärts abgespielt: „It´s stillt alive“

Das hier hab ich vor einer schieren Ewigkeit im Internet gefunden, aber irgendwie finde ich, es gehört einfach auf diesen Blog.

Inhaltlich hab ich damit nichts zu tun, Rechtschreibfehler etc. gehen also auf das Konto des Autors:

Wie man keinen erfolgreichen Roman schreibt

30 Tipps, die man als Schriftsteller unbedingt beachten sollte

Vorbemerkung

Sachbücher, die das Schreiben erfolgreicher Romane lehren, gibt es heutzutage wie Sand am Meer. Mittlerweise ist es im deutschsprachigen Raum sogar soweit gekommen, dass man mit Autorenworkshops regelrecht überflutet wird – beinahe an jeder Häuserecke steht jemand, der einem das Schreiben beibringen möchte, ob man nun will oder nicht. Kurse auf Conventions, Volkshochschulen und Bundesakademien stehen praktisch an der Tagesordnung, und wohin man blickt wird einem ein Regelwerk an Tipps und Tricks angeboten, womit man erfolgreiche Romane beinahe mühelos entwerfen und schreiben kann. Mittlerweile kann heutzutage praktisch jeder einen erfolgreichen Roman runtertippen, mit dem er problemlos auf den Bestsellerlisten aller großen Tageszeitungen landet und sogar neben Literaturnobelpreisträgern wie Thomas Mann, Hermann Hesse, William Faulkner, Ernest Hemingway oder John Steinbeck in die Annalen der Literatur eingeht. Das ist keine Kunst mehr, auf die man Stolz sein sollte!
Was dabei jedoch vergessen wurde zu lehren, ist die Frage: Wie man keinen erfolgreichen Roman schreibt. Jene in Vergessenheit geratene Kunst soll mit diesem Artikel ganz anderer Art in Erinnerung gerufen werden. In den nachfolgenden dreißig Ratschlägen ist dieses treffsichere und praktisch anwendbare Wissen zu einem Artikel über Uncreative Writing zusammengefasst worden, den ich jedem Autor unbedingt ans Herz legen möchte. Lesen Sie die Ratschläge immer und immer wieder durch, wenden Sie die Tipps geschickt an und verinnerlichen Sie deren Inhalt. Mit etwas Glück gelingt es Ihnen, und Sie schreiben tatsächlich keinen erfolgreichen Roman.

Tipp Nr. 1: Spannung bis zur letzten Seite garantieren

Der wichtigste Punkt überhaupt ist es, den Leser so lange wie möglich darüber im unklaren zu lassen, ob der Roman nun in einer Fantasy- oder Sciencefiction-Welt spielt. Diese Unklarheit ist für den Leser deshalb so notwendig, da er nicht zu wissen braucht, ob er sich innerhalb des Romans in einer Welt befindet, deren Regeln nach ihm bekannten Gesetzen funktionieren, wie es bei der Sciencefiction der Fall ist, oder nach ihm unbekannten, neuen magischen Gesetzen, wie es bei der Fantasy der Fall ist.
Warum, werden Sie jetzt fragen? Der Leser könnte sich daran orientieren und würde daher den Roman in einem völlig anderen Blickwinkel sehen. Um genau das zu verhindern, müssen wir ihn so lange wie möglich auf die Folter spannen. Er soll doch nicht wissen, woran er ist!
Das schönste Kompliment, das ein Leser einem Autor machen kann, ist daher folgendes: „Bis zur letzten Seite Ihres Buches war ich ratlos und wusste nicht, ob es ein Fantasy- oder Sciencefiction-Roman war. Als sich schließlich auf der vorletzten Seite herausstellte, dass es ein Western war, raubte es mir den Atem. Ich war überrascht! Gratulation! Dieses Spannungsmoment ist Ihnen wirklich hervorragend gelungen!“

Tipp Nr. 2: Unnötige Vorarbeiten vermeiden

Verschwenden Sie keine Zeit, um Handlung, Schauplätze und Charaktere zu entwickeln, denn die entwickeln im Laufe des Schreibens ohnehin ein Eigenleben, das Sie als Autor nicht mehr steuern können. Wozu also den Prozess der Kreativität und Spontaneität behindern, etwa durch den Entwurf eines in sich stimmigen Exposés, eines plausiblen Konzepts, raffiniert in die Handlung eingeflochtener Exposition und langwieriger Dossiers aller Protagonisten, die ohnehin kein Mensch braucht, da Sie sowieso nur einen Bruchteil dessen in Ihrem Roman verwenden würden?
Als Faustregel kann daher gelten: Einfach drauf losschreiben! Dadurch ergeben sich zwangsläufig Widersprüche in der Handlung und Unstimmigkeiten der einzelnen Charaktere, wodurch die Elemente der Geschichte zu keinem einheitlichen Ganzen zusammenpassen, sodass sich der Roman zu einem Lesegenuss voller überraschender Wendungen entpuppt, der dem Leser noch lange in Erinnerung bleiben wird.

Tipp Nr. 3: Ausführlichen Prolog voranstellen

Begehen Sie nicht den Fehler, den viel unerfahrene Autoren machen: Steigen Sie nicht direkt in die Handlung ein! Dadurch vergraulen Sie nämlich sofort das Interesse des Lesers. Beginnen Sie daher mit einem lang angelegten, mindestens über dreißig Seiten andauernden Prolog. Am besten mit einer langen Vorrede und ausführlichen Erklärungen über die fremde Welt, deren Leben, Kultur, Regeln und die Geschichte und wirtschaftlichen Hintergründe der letzten Zweitausend Jahre. Mit diesem einfachen Stilmittel liegen Sie niemals falsch! Der Leser wird Sie dafür lieben! Das verspreche ich Ihnen!
Solche sogenannten Infodumps gleich zu Beginn des Romans können nicht gewaltig genug ausfallen und müssen den Leser regelrecht erschlagen. Noch während er sich durch den Prolog quält, muss er das Gefühl bekommen, er blättere durch die Encyclopaedia Britannica, deren Ende bei weitem nicht in Sicht ist.
Schließlich hat der Leser nichts davon, wenn sich ihm die neue Welt Schritt für Schritt im Lauf der Handlung erschließt – er möchte alles Wissenswerte gleich zu Beginn erfahren! Wenn der Leser dann endlich zum ersten Kapitel kommt, muss er also über das gesamte Universum informiert sein. Merke Sie sich jedoch eines: Sie dürfen den Leser über alles informieren, doch nicht darüber, ob es sich um eine Fantasy- oder Sciencefiction-Welt handelt! Dieser eine Punkt muss bis zum Schluss ungeklärt bleiben.

Tipp Nr. 4: Nicht zu früh mit der Handlung beginnen

Nach einem ausführlichen Prolog beginnt der Leser nun mit dem ersten Kapitel. Steigen Sie auch hier nicht direkt in die Handlung ein, sondern erzählen Sie zuvor alles Wissenswerte, wie es dazu kam, dass der Protagonist in den Schlamassel schlitterte, welches Sie frühestens auf Seite zweihundertsiebzig zu erwähnen beginnen. Der Leser ist mit Sicherheit überfordert und desorientiert, wenn er – quasi „on stage“ – direkt in die Handlung einsteigt.
Wenn Sie also folgende Szene beschreiben möchten, wie sich der Held entscheiden muss, entweder seine große Liebe zu verlassen und nach Australien auszuwandern oder statt dessen in North Carolina zu bleiben, wo er von den Brüdern des Mädchens in einer dreckigen Scheune verprügelt wird, beginnen Sie im ersten Kapitel damit, wie der Held in dem Holzschuppen einer Farm in North Carolina geboren wurde, oder noch besser: Wie sich seine Eltern bei einem Tanz während des Erntedankfests in Calduhocchi in North Carolina kennen lernten.
Durch dieses raffinierte Stilmittel wird der Leser viel behutsamer auf die eigentliche Eröffnungsszene von Seite zweihundertsiebzig vorbereitet, wo die Handlung dann erst richtig beginnt. Sie ersparen sich dadurch auch das lästige und komplizierte Einflechten von Informationen während der Handlung, weil Sie bereits alles im Vorspann erläutert haben, und können sich somit voll und ganz auf die Handlung Ihres dreihundert Seiten langen Romans konzentrieren.

Tipp Nr. 5: Tell, don´t show!

Bei allen Szenen, die Sie schreiben, dürfen Sie niemals, niemals, niemals den teuflischen Fehler begehen, dem Leser etwas zeigen zu wollen. Erklären Sie ihm alles, und das am besten so ausführlich wie möglich. Er wird Ihre Erklärungen dankbar zur Kenntnis nehmen.
Wenn Sie dem Leser ein Bild vor Augen führen, wie Ihr Protagonist Harry Tuttle mit seinem Tramperrucksack am Rücken und einem Flugticket nach Australien in der Tasche bei der Verabschiedung von seiner Geliebten den Blick zu Boden richtet, mit der Schuhspitze über den trockenen Erdboden Calduhocchis scharrt, mit dem Handrücken über seine Wange wischt, sich schließlich wortlos abwendet und zur nächsten Busstation rennt – berauben Sie dem Leser um jegliche Fantasie, mit der er sich diese Szene im Geiste hätte ausmalen können.
Wenn Sie dem Leser hingegen den Sachverhalt mit folgendem Satz erklären: „Harry genierte sich vor seiner Geliebten wegen seiner Angst vor deren Brüdern. Er war über den Abschied sehr traurig und ihm fehlten die Worte. Schließlich ergriff er die Flucht zur nächsten Busstation“ – geben Sie dem Leser alles mit, dass er sich so richtig in die Szene hineinversetzen kann.

Tipp Nr. 6: Die richtigen Stilmittel verwenden

Hilfreich bei Erklärungen ist vor allem die Verwendung mehrerer Adjektive. Dadurch können Sie jede Situation ausführlich erklären.
Als Faustregel müssen Sie sich merken: Bauen Sie in jedem Satz mindestens dreizehn Eigenschaftswörter ein. Aber übertreiben Sie es nicht: zwei Adjektive vor jedem Zeitwort und drei vor jedem Hauptwort genügen vollkommen. Dadurch wird Harrys Abschiedsszene viel dramatischer: „Harry war über den bitteren, unerträglichen, schmerzhaften Abschied von seiner liebevollen, zärtlichen, hingebungsvollen Geliebten so unendlich, wahnsinnig traurig, dass ihm die richtigen, verständnisvollen, weisen Worte gnadenlos und unausweichlich fehlten.“
Das ist wahrhaft literarischer Stil, der den Reichtum des Wortschatzes in seiner vollen Länge ausschöpft und Sie restlos und endgültig als wahren Meister deutscher Prosa bestätigt!

Tipp Nr. 7: Offensichtliche Exposition verwenden

Die Kunst, den Leser während der Handlung derart raffiniert über wichtige Details zu informieren, sodass er dieses Zuspielen an Informationen gar nicht bemerkt, ist völlig unnötig. Warum, werden Sie jetzt vielleicht fragen?
Überlegen Sie: Der Leser ist doch nicht blöd, er durchschaut diesen Kniff sofort! Weshalb also noch länger versuchen, ihn mit plumpen Tricks an der Nase herumführen zu wollen. Vergessen Sie den ganzen Schnickschnack, dass der Leser während einer rasanten, action- und konfliktbeladenen Szene mehr über die Charaktere und die Handlung erfährt. Solche direkte Reden wie: „Du dachtest wohl, du könntest abhauen und dich vor den Alimentezahlungen drücken!“ sind nicht notwendig!
Scheuen Sie sich also nicht davor, bei direkten Reden solche Sätze zu verwenden, wie: „Wie du ja bereits weißt, bin ich zornig darüber, weil du meine Schwester geschwängert hast, deswegen habe ich dich von der Bushaltestelle in diese Scheune gezerrt, um dich hier zu verprügeln.“

Tipp Nr. 8: Krampfhafte Verschränkungen vermeiden

Wenn Ihr Protagonist in der Klemme steckt, beispielsweise in der Scheune eingesperrt ist, und er unbedingt eine Haarspange benötigt, um das Schloss zu öffnen, bevor der Schuppen von den Brüdern seiner Geliebten mit Fackeln angesteckt wird, dann überlegen Sie sich keine komplizierten Handlungsstränge, wie diese Haarspange in Harrys Hosentasche hätte gelangen können. Der Leser merkt sofort, dass Sie die Haarspange nur deshalb hundert Seiten zuvor in seiner Hosentasche platziert haben, um sie ausgerechnet an dieser Stelle zu verwenden. Auf solche Verschränkungen reagiert der Leser gewiss zornig.
Vielmehr bevorzugt das Publikum direkte Lösungsvorschläge. Scheuen Sie sich also nicht davor, Harry zufällig eine Haarspange im Heuhaufen finden zu lassen, womit er das Schloss der Scheune rechtzeitig knacken kann. Der Leser wird Sie für solche spontanen, an den Haaren herbeigezogenen Auswege lieben!

Tipp Nr. 9: Ernten ohne zu Platzieren

„Man muss die Bomben legen, bevor man sie hoch gehen lässt!“, lautet beispielsweise ein gut gemeinter Ratschlag, der uns in keinster Weise weiterhilft. Warum? Platziert man vor der Nase des Lesers eine Bombe, so weiß er doch, dass diese an späterer Stelle des Romans hochgehen wird. Was haben wir dadurch erreicht? Nichts! Mit diesem plumpen Trick kann niemals Spannung erzielt werden.
Viel überraschender wirkt hingegen folgende Szene in unserem konstruierten Roman: Nachdem unser Held Harry in letzter Sekunde aus der brennen Scheune stolpern konnte, schlittert er in eine sich plötzlich öffnende Raum-Zeit-Spalte und wird durch einen Quantensprung auf eine einsame, fünf Quadratmeter große Insel inmitten des Pazifiks katapultiert, wo er unter einer Palme eine tickende Bombe entdeckt, deren Digitalanzeige im Sekundentakt von sechzig hinunter zählt.
Woher die Bombe kommt, wer sie dort platziert hat, warum sie ausgerechnet hier im Sand liegt, sind Fragen, für die sich letztendlich niemand interessiert, am allerwenigsten der Leser. Wir dürfen unser Publikum nicht mit solchen Details langweilen.
Wenn wir uns für alles und jedes einen guten Grund ausdenken, weshalb wir es gerade an dieser Stelle des Romans einbauen, wirkt der Roman konstruiert und vorhersehbar. Dadurch wird der Leser sofort stutzig. Also merken Sie sich: Einzig allein der unerwartete, unvorbereitete Überraschungsmoment zählt!

Tipp Nr. 10: Konflikte gezielt einsetzen

Unerfahrene Autoren versuchen den Plot oft so aufzubauen, dass jedes bewältigte Hindernis den Protagonisten vor ein noch größeres Problem stellt, und lösen daher ein Problem erst dann, wenn dadurch mindestens zwei neue aufgeworfen werden. Sie glauben sich genial, weil sie meinen, dadurch die Spannung zu steigern.
Jeder logisch denkende Mensch erkennt aber sofort, dass diese Gleichung nicht aufgehen kann. Am Ende eines Romans findet sich der Autor unweigerlich vor einer Unzahl ungelöster Probleme, die in keinem vernünftigen Verhältnis aufgeklärt werden können. Wird der Plot dadurch dramatischer, wenn sich die Probleme häufen? Verdichtet sich die Handlung etwa, wenn sich alles auf einen Höhepunkt zuspitzt? Die Antwort kann nur lauten: Natürlich nicht! Das Gegenteil ist der Fall!
Die wahre Kunst ist es nämlich, Konflikte gezielt einzusetzen. Lösen Sie einen Konflikt also erst zu einem Zeitpunkt im Roman, wenn sich dadurch ein zweites Problem automatisch aufklärt. Sie müssen als Autor lernen, solche Synergieeffekte besser zu nutzen! Und wenn Sie am Schluss des Romans keine Probleme mehr zu lösen haben, nutzen Sie die Lücke, einen vierzig Seiten langen Epilog zu schreiben. Das kommt immer gut an!

Tipp Nr. 11: Cliffhanger gekonnt in den Text einbauen

Beliebtes Stilmittel, um den Leser bei der Stange zu halten, ist der Einsatz von Cliffhangern. Dabei wird, vor allem unter unerfahrenen Autoren, der Fehler begangen, dem Leser zu viel zu verraten, sodass der Reiz der Spannung verloren geht. Scheuen Sie sich also nicht davor, einen knappen Cliffhanger am Ende eines Kapitels einzubauen, wie beispielsweise: „Und plötzlich geschah etwas Schreckliches …“ Oder die schärfere Variante: „Und dann passierte es!“ Oder gar jenes auf den Punkt gebrachte Meisterwerk moderner Spannungsliteratur: „Und plötzlich!“
Der Leser wird vor Spannung erbleichen und gehetzt das nächste Kapitel überfliegen, um endlich zu erfahren, was denn nun weiter passiert.
Wer die Technik der Cliffhanger wirklich beherrscht, kann sogar soweit gehen, drei oder gar vier parallele Handlungen zu erzählen, die sich jeweils mit einem Cliffhanger am Ende eines jeden Kapitels abwechseln. Dabei müssen die Handlungsstränge nicht unbedingt etwas miteinander zu tun haben, auch müssen sie am Ende des Romans nicht zwingend miteinander verknüpft werden, wie viele unerfahrene Autoren das am Ende ihrer Manuskripte zwanghaft versuchen.
Durch diesen raffinierten Kniff, die losen Enden offen zu lassen, wird vor allem eines erreicht: Der Leser gewinnt dadurch das Gefühl, er hätte nicht bloß einen Roman gelesen, sondern einen wahren Episodenroman verschlungen, mit mehreren künstlich aufgeblasenen Kurzgeschichten. Seine Freude über dieses fulminante Leseerlebnis wird ungleich größer sein, als hätte er nur eine einzige Handlung erzählt bekommen. Das ist das Erfolgsgeheimnis komplexer, vielschichtiger Romane.

Tipp Nr. 12: Auf richtigem Weg Spannung erzeugen

Über Spannung wurde in vorherigen Kapiteln bereits ausführlich gesprochen. Oft wird dramatische Spannung aber falsch eingesetzt.
Es muss an dieser Stelle einmal endgültig mit der weit verbreiteten falschen Meinung aufgeräumt werden, dass Spannung nur dann entsteht, wenn wir den Leser vermuten lassen, was als nächstes passieren könnte und ihn bloß daran zweifeln lassen, ob es passiert. Wo liegt denn da das Spannungsmoment? Überlegen Sie: Wenn der Leser beinahe alle Informationen besitzt und bereits emotional tief in die Story verwickelt ist, wird er sich nicht so sehr darum sorgen, jenes eine, winzigkleine Detail zu erfahren, das bisher ungelüftet blieb.
Spannung funktioniert in größeren Dimensionen. Wahre Dramaturgie entsteht immer nur dann, wenn der Leser nicht weiß, was als nächstes passiert, er nicht einmal weiß, ob überhaupt etwas passiert. Wir müssen ihm beinahe alle Informationen vorenthalten. Verschwenden wir also keine Zeit mit Andeutungen, lassen wir ihn komplett im unklaren darüber! Verzweifelt wird er weiterlesen, um genau diese bewusst frei gelassenen Lücken zu erfahren.

Tipp Nr. 13: Verwirrende Wendepunkte in der Handlung vermeiden

In der Mitte von Romanen unerfahrener Autoren stößt man oft auf Punkte, an denen sich die Situation dramatisch ändert: Der Jäger wird zum Gejagten, der Rächer zum Helfer, der vermeintliche Selbstmörder möchte am Leben bleiben, die beiden Erzfeinde müssen plötzlich zusammen arbeiten … die Liste könnte endlos lange fortgesetzt werden, derartige Strickmuster existieren in Hülle und Fülle. Wir alle kennen sie zur Genüge.
Unerfahrene Autoren glauben sich besonders originell, indem sie die bisherige Handlung ab der Mitte des Manuskripts nach diesen Strickmustern in ihr Gegenteil umkehren. Ist das denn wirklich notwendig? Die Antwort kann nur lauten: Nein! Durch derart plumpe Tricks wird der Leser verunsichert, brutal vor den Kopf gestoßen. Sensiblere Leser werden dadurch völlig überfordert, ja regelrecht dazu gezwungen, das Buch mit einem zornigen „Die Handlung nimmt plötzlich unerwartete Wendungen!“ wegzulegen. Das müssen wir verhindern.

Tipp Nr. 14: Rückblenden raffiniert einflechten

Über Plot und Aufbau der Handlung wurde bereits zuvor ausführlich gesprochen. Ein Trick sei an dieser Stelle noch verraten, der dem Plot die entsprechende Würze verleiht: Rückblenden! Scheuen Sie sich nicht davor, an jeder nur erdenklichen Stelle Ihres Manuskripts, eine Rückblende in die Handlung einzubauen. Als Faustregel kann gelten: Eine Geschichte braucht mindestens einunddreißig Rückblenden. Exakt formuliert heißt es, die Rückblenden steigen potentiell zur Anzahl der Kapitel. Dadurch wirkt die Story dichter, komplexer, spannender, interessanter – mit einem Wort: genialer!
Machen Sie vor allem zwei Dinge: Gestalten Sie die Rückblende so lange und ausführlich wie möglich und scheuen Sie sich nicht davor in der Rückblende auch langweilige Details zu erwähnen! Zu einem Zeitpunkt, da der Leser auf Nadeln sitzt und unbedingt wissen möchte, wie die Handlung weitergeht und wie Harry es schafft, von der Insel zu fliehen, könnten Sie in Harrys Geist zahlreiche Erinnerungen entstehen lassen. Der Moment dazu ist günstig wie noch nie! Lassen Sie Ihren Protagonisten in einer mindestens hundertfünfzig Seiten langen Rückblende darüber nachdenken, wie er als Kind zum Geburtstag ein Hundebaby geschenkt bekam, und er mit dem kleinen Racker über die Stoppelfelder der Äcker tollte. Durch diesen stilistischen Trick wird vor allem eines erreicht: Die Geschichte wird nicht linear erzählt, was ganz wichtig ist! Dadurch wird der Leser zwar aus der fortlaufenden Handlung gerissen, doch gewinnt er andererseits einen tieferen Einblick in die Hintergründe der Story. Auch macht es nichts, wenn diese Kindheitserlebnisse nichts mit der Handlung zu tun haben, Hauptsache sie blähen den Text auf.
Seien Sie aber nicht frustriert, wenn Ihnen die Handlung für Rückblenden ausgehen sollte. Es ist eben nicht jedermanns Sache, wie ein Känguru im Text herumzuspringen. Es gibt aber einen Trick, mit dem Sie einen linearen Text so umgestalten, dass er wie ein Sammelsurium von Rückblenden wirkt: Verändern Sie die Satzstellung und bringen Sie die Zeitabfolge durcheinander! Nichts leichter als das.
Beispielsweise: „Bevor Harry seinen Golden Retriever mit Käsekräcker fütterte, hatte er dem Tier das Fell gebürstet, ihm eine Leine um den Hals gelegt und war anschließend mit ihm auf die Felder hinausgegangen, nachdem er dem Hund ein Kunststück beigebracht hatte, doch zuvor hatte er noch seinen Vater um eine neue Schachtel Käsekräcker gebeten, die ihm seine Mutter vom Dachboden holen würde, sobald der Golden Retriever die alten Kräcker auffraß …“
Kennen Sie sich noch aus? Ich nicht! Das macht aber nichts! Lassen Sie sich nicht durch grammatikalisch unkorrekte Zeitabfolgen stören. Der Leser muss den Text eben ein zweites, drittes und viertes Mal lesen, bis er ihn begreift. Das ist das schöne an mit Rückschauen gespickten verschachtelten Sätzen.

Tipp Nr. 15: Den Showdown gekonnt vorbereiten

Im letzten Drittel des Romans darf nichts vorhersehbar wirken, alles muss sich zufällig ergeben. Die Faustregel muss daher lauten: Die weitere Handlung darf von den zuvor eingeführten Details nicht logisch ableitbar sein. Der Leser könnte ansonsten auf den absurden Gedanken kommen, der Roman wäre in sich stimmig, und dem Protagonisten bliebe keine andere Wahl, als ausgerechnet so zu handeln. Was daher auf den ersten Blick vielleicht als logisch, plausibler Plot wirkt, stellt sich schon bald als billig entworfene Handlung heraus, die der Leser nur allzu gut nachvollziehen kann. Das gilt es zu verhindern!
Unser Ziel ist dann erreicht, wenn sich der Leser im letzten Drittel des Romans pausenlos mit dem Gedanken quält: „Mein Gott, weshalb geht der Held denn nicht endlich zur Polizei und sagt, dass er den Beweis für seine Unschuld schon seit einer Woche in seiner Tasche mit sich herumträgt?“ Durch solche Gedanken des Lesers wirkt der Roman spannend und nervenaufreibend bis zur letzten Seite.
Oder durch folgenden Gedanken: „Hätte der Protagonist gleich zu Beginn ein einfaches Gespräch mit der Polizei geführt, was nur allzu logisch gewesen wäre, hätte das alles nicht passieren müssen.“ Dadurch bleibt der Leser bei der Stange und fiebert bis zum Ende mit.

Tipp Nr. 16: Den Showdown gekonnt inszenieren

Die Stelle kurz vor dem Showdown fasst noch einmal die missliche Lage zusammen, in der sich der Gegner unseres Protagonisten befindet. Obwohl sich alle Handlungsstränge ohnehin schon zu einem zweifellos grandiosen, von Spannung durchtränkten Happy End hin entwickeln, verpassen wir dem Bösewicht kurz vor dem Showdown trotzdem noch einen letzten derben Schlag ins Gesicht, der seine ohnehin schon geringen Chancen restlos verschwinden lässt. Wir demonstrieren unseren Lesern die dunkelste Stunde des Feindes und bereiten sie so auf ein furioses Happy End vor, dem nicht die geringste Hürde im Weg steht. Das ist wahrhaft saubere Plot-Entwicklung!
„Jetzt ist es vorbei! Da kommt der fiese Bösewicht nicht mehr lebend raus!“, sollte sich der Leser in diesem Moment denken, während er sich freudig die Hände reibt und dann endlich die letzten fünfzig Seiten des großen Showdowns zu lesen beginnt. Aber nicht vergessen: Anschließend noch vierzig Seiten Epilog draufsetzen!

Tipp Nr. 17: Das Ende vollkommen offen lassen

Am Schluss des Romans muss das Gefühl da sein, dass die Geschichte noch nicht zu Ende erzählt wurde, etwas noch offen geblieben ist, sodass sich der Leser fragt, ob jemand die letzten fünf Seiten aus dem Buch gerissen hat. Dadurch ist der Leser bereit, auch das nächste Buch des Autors zu lesen, weil er die Hoffnung hegt, vielleicht in dem neuen Roman einen versteckten Hinweis auf ein abgerundetes und plausibles Ende zu finden … was natürlich auch da wieder nicht kommt.
Wenn sich der Leser einmal an komisch offene Enden gewöhnt hat, stört ihn das nicht weiter. Der Autor dahingegen hat einen entscheidenden Vorteil erreicht, er hält sich dadurch jede Möglichkeit auf ein Sequel offen. Stirbt der Bösewicht oder nicht, bekommt der Held die rassige Schönheit oder nicht, darf nicht verraten werden … die Neugierde des Lesers muss unbefriedigt bleiben. Mit diesem einfachen Stilmittel könnte man ohne große Anstrengung eine Endlos-Space-Opera von hundertachtzig Bänden stricken.

Tipp Nr. 18: Die Kunst beherrschen, einen komplexen Roman zu schreiben

Je dichter und komplexer der Roman ist, desto besser. Am einfachsten erreichen Sie diesen Effekt, indem Sie mehrere Elemente miteinander verknüpfen. Im Rahmen einer Milieustory sollten Sie eine neu entworfene Welt in allen Details beschreiben, darin auf raffinierte Weise eine Charakterstory einbetten, in der Ihr Held einer fundamentalen Wandlung unterworfen wird, das alles mit einer Ideenstory würzen, wodurch sich ein zentrales Geheimnis Schritt für Schritt lüftet, und letztendlich über alles das Flair einer Ereignisstory legen, wodurch eine aus dem Gefüge geratene Welt wieder ins Lot gerät.
Achten Sie aber stets darauf, dass der Leser niemals und an keiner Stelle des Romans weiß, woran er gerade ist. Verbinden Sie in abwechselnder Reihenfolge alle Elemente miteinander. Der Leser wird jede neue mögliche Wendung in der Entwicklung des Romans freudig erwarten. Als Faustregel kann grundsätzlich gelten: Wenn Sie eine Story beginnen, müssen Sie auf jeden Fall eine andere beenden. Alles andere wäre unprofessionell.
Verbinden Sie die vier Elemente Ihrer Story auch noch mit der unbeantworteten Frage, ob es ein Fantasy- oder Sciencefiction-Roman ist, dann sind Sie absolut perfekt. Das hält die Spannung aufrecht. Der Leser weiß Ihr Talent zu würdigen.

Tipp Nr. 19: Den richtigen Titel finden

Nachdem der Roman vollendet wurde, sollten Sie dazu über gehen, Ihrem Elaborat statt des bisherigen Werktitels einen echten Romantitel zu geben. Dabei sollten Sie auf einige Feinheiten achten:
Der Titel muss den Kern der Geschichte treffen, er darf nicht zu viel über die Handlung verraten, auf keinen Fall darf er die Schlusspointe andeuten, er muss aber den Konflikt des Romans erkennen lassen, ein Problem aufwerfen, den Leser neugierig machen, reißerisch und zugleich intellektuell formuliert sein, er muss die Zielgruppe der Leser exakt ansprechen und unbedingt so formuliert sein, dass er einem unweigerlich im Gedächtnis haften bleibt. Für unseren konstruierten Roman könnte der Titel deshalb so lauten:

„Das Leben und Sterben des Harry Tuttle, eingebettet in die Saga der Menschen von Calduhocchi, wie sie aufwuchsen, sich ihre Eltern kennen lernten und Harry von ihnen in einer Scheune zusammen gedroschen wurde
– – oder – –
Die erfolglose Flucht nach Australien – ein Drama, erzählt in einundneunzig Rückblenden und siebzehn wechselnden Erzählperspektiven“

Spüren Sie die Kraft, die von diesem mächtigen Titel ausgeht? Wer würde ein solches Buch nicht sofort kaufen und zu lesen beginnen?

Tipp Nr. 20: Den Protagonisten bewusst auswählen

Nachdem der Roman zu Ende geschrieben wurde und wir ihm einen passenden Titel gegeben haben, sollten Sie sich als Autor ernsthaft die Frage stellen, wer eigentlich der Hauptcharakter Ihres Werkes ist? Verwenden Sie bewusst viel Zeit mit der Überlegung, wen Sie als Protagonisten auswählen.
Als Hilfestellung kann Ihnen folgende Überlegung weiterhelfen: Diejenige Person, die am wenigsten in der Handlung zu leiden hat, hat die beste Voraussetzung einen guten Protagonisten abzugeben. Weshalb? Die Antwort kann nur lauten: Weil sich der Leser mit keiner Figur identifizieren möchte, die schwach ist, unter Zeit- und Handlungsdruck agieren muss und dazu gezwungen ist, Dinge zu verändern. Fazit: Bei jenen Protagonisten, die dem Leser am sym-pathischsten sind, handelt es sich immer um zufriedene, ausgeglichene, starke, selbstbewusste Charaktere, die keine Probleme haben. Alles andere wäre unerträglich langweilig.
Dazu noch ein Hinweis: Es muss nicht sichergestellt sein, dass der Protagonist immer aktiv am Hauptgeschehen beteiligt und an den wichtigsten Schauplätzen anwesend ist. Bei fünf parallelen Handlungssträngen ist das ohnehin unmöglich.
Anstatt den Protagonisten also krampfhaft in jede Szene hineinquetschen zu wollen, genügt es vollauf, dem Helden die spannendsten Momente der Erzählung zu vermitteln, am besten mit Hilfe von Briefen, Radionachrichten, Zeitungsartikeln, Tagebuchaufzeichnungen oder Erzählungen Dritter. Für den Leser wirkt das ohnehin viel spannender, als erlebte der Protagonist die neuesten Wendungen des Romans selbst mit.

Tipp Nr. 21: Namen gezielt einsetzen

Welcher Charakter soll welchen Namen tragen? Eine berechtigte Frage. Hier gilt vor allem eines: Überraschen Sie den Leser! Scheue Sie sich nicht davor, ein warmherziges Weichei Branston Cock Smith zu nennen, einen knallharten Raumschiff Kommandanten Hasuel Helferling, eine laszive Barnutte mit rauchiger Stimme Herta Knopetz oder eine überfettete Hausfrau mit Lockenwicklern Lola Géneve.
Eine weitere Faustregel, die niemals ausgelassen werden darf, lautet: Aliens benötigen unbedingt Alien-Namen! Kein Alien heißt heutzutage Batyk, Crypto, Megalox, Tetran, Zyprak oder Xon-8. Das wäre zu plump und einfallslos. Nennen Sie Ihre Aliens Ycztc-vöpüw oder Kdiehfrpweijweroi. Trauen Sie sich! Versuchen Sie es mit: (Diese griechische Zeichenfolge konnte das Forum nicht darstellen )! Überraschen Sie Ihre Leser und lassen Sie sich komplizierte Zungenbrecher einfallen, die eine willkürliche Aneinanderreihung von Buchstaben, Zahlen und Zeichen darstellen. Je schwieriger die Namen auszusprechen sind, desto mehr Flair des Extraterrestrischen verleihen Sie Ihren Figuren. Glauben Sie mir: Das wirkt!
Um unser Beispiel von vorhin weiterzuspinnen, könnte unser Protagonist Harry, nachdem er von der einsamen Insel endlich auf der entschärften Bombe nach Australien gerudert ist, in Sydney auf Alien-Kängurus treffen, die so merkwürdige Namen wie Xyzétrik-cy, Hzhtxie´ccy oder Shtwyxh´üül tragen. Doch merken Sie sich eines: diese Alien-Kängurus müssen auch magische Fähigkeiten besitzen, damit weiterhin ungeklärt bleibt, ob es sich um Fantasy oder Sciencefiction handelt. Natürlich könnten sie auch einen Colt oder eine Winchester im Beutel tragen, wodurch wir auch die Möglichkeit hätten, daraus einen Western zu entwickeln.
Doch zurück zu den Begriffen: Auch bei der Namensgebung von fremden Gegenständen, Straßen, Städten, Landstrichen, Planeten, Galaxien und parallelen Universen lassen Sie Ihrer Kreativität freien Lauf. Motzen Sie Ihre Story mit Fremdworten auf, dadurch wirkt Ihr Roman utopischer und origineller. Scheuen Sie sich um Himmels Willen nicht davor, solche Begriffe zu wählen, die man nicht aussprechen kann, und eine bloße Ansammlung seltener Buchstaben sind. Dadurch wird der Leser aus der Geschichte ge-rissen, und wir haben es endlich erreicht, dass er statt der Handlung zu folgen, über die Buchstabenfolge nachdenkt. Das wirkt intellektuell auf den Leser, und wir haben ihn da, wo wir ihn wollen.

Tipp Nr. 22: Auf die richtige Erzählperspektive achten

Der nächste stilistische Trick wurde zuvor bereits im Titel unseres fiktiven Romans vorweggenommen. Um den Leser nicht zu langweilen, sollten Sie Ihren Roman stets aus einer anderen Perspektive erzählen, niemals jedoch aus einer gleichbleibenden, am besten aus siebzehn verschiedenen. Ansonsten wirkt die Story schal und verliert bald an Unterhaltungswert.
Für den Leser ist es unheimlich wichtig, in die Welt der Geschichte vorzudringen. Das erleichtern Sie ihm dadurch, indem Sie ihn in die Sichtweise der meisten Charaktere schlüpfen lassen. Wenn der Leser alles sieht, hört, riecht und denkt, was auch die zwanzig Hauptprotagonisten, beispielsweise eines Baseball-Teams, erleben, Sie deren Gedanken und Gefühle mit dem Leser teilen, wird er es Ihnen danken, weil er einen ganzheitlichen Eindruck von dem Roman erhält. Scheuen Sie sich also nicht davor, ein ständiges „dachte Irene“, „überlegte Ralf“, „hoffte Karin“ oder „fühlte Giovanni“ in den Text einfließen zu lassen. Je häufiger Sie solche Sprünge in die Geschichte einbauen, desto abwechslungsreicher gestalten Sie die Handlung.
Durch diesen stilistischen Trick vermeiden Sie vor allem einen Fehler: Sie verhindern, dass sich der Leser mit einem einzigen Charakter identifiziert, und er der Handlung nur aus einer Erzählperspektive folgt.

Tipp Nr. 23: Charaktere richtig beschreiben

Bei der Charakterbeschreibung gelten vor allem drei wichtige Regeln: Details! Details! Details!
Eine Figur dem Leser mit beispielsweise folgender Demonstration vor Augen führen zu wollen, verblasst meist ohne Effekt: „Julia war diese Art Frau, die immer dann kreischte, wenn sie eine Spinne sah.“ Eine derart ausgelutschte Phrase, die nichts ausspricht und der Fantasie des Lesers freien Lauf lässt, kann nie und nimmer besser wirken als eine bis ins letzte Detail ausgefeilte Erläuterung. Folgendes Beispiel soll das beweisen:
„Marlene war einsachtzig groß, wog siebzig Kilogramm, hatte adrett gekämmtes braunes Haar, eine Locke in der Stirn, rauch-blaue Augen und ein Grübchen in der Wange. Sie trug einen grauen Armani Hosenanzug, eine gelbe Damenkrawatte mit silberner Anstecknadel, eine schmale Lesebrille, Silberschmuck im Ohr und hielt eine Ausgabe der Financial Times unter den Arm geklemmt.“
Solche Beschreibungen, solch bloße Aneinanderreihung von Informationen, haben stets mehr Kraft und lesen sich wirkungsvoller als etwa ein plumpes „Marlene sah aus, als käme sie gerade aus einer Calvin Klein Boutique und marschierte schnurstracks zu ihrem nächsten Business-Termin.“ Das ist viel zu vage formuliert, und der Leser kann sich nichts darunter vorstellen.

Tipp Nr. 24: Realistische Dialoge einsetzen

Oft stoßen wir in Romanen unerfahrener Autoren auf den Fehler, dass Protagonisten anders reden, als wir es in der Alltagssprache tatsächlich tun.
Kein Mensch spricht in knappen Sätzen und bringt alles innerhalb eines Satzes auf den Punkt. Solche Dialoge sind bar jeder Realität und erzürnen den Leser. Er möchte in der Geschichte die kleinen feinen Details der Alltagsunterhaltung hören, die Floskeln der Sprache im Roman wiederfinden – dadurch wirkt jede Szene realistischer. Weshalb also Ihre Protagonisten noch länger in knappen, verdichteten Sätzen sprechen lassen? Lassen Sie Ihre Charaktere seitenlang um den heißen Brei herumreden! Würzen Sie diese Dialoge mit unwichtigen Reflexionen über das Wetter, die Verkehrsstaus, die Umweltverschmutzung, die politische Lage, die Haustiere Ihrer Figuren, deren Schnupfen oder deren morgendlichen Stuhlgang. Alles unnötige kann nützlich sein, um eine Atmosphäre der Echtheit zu schaffen.
Erst sogenannte Nulldialoge geben der Szene die richtige Würze. Sie bringen die Story zwar nicht voran, aber sie schinden Zeit und blähen die Story auf: „Guten Morgen, wie geht es dir?“ – „Danke gut, und dir?“ – „Naja, das Übliche!“ – „Ja“, lachte Harry, „das kenne ich.“ – „Wem sagst du das!“ – „Also, mach´s gut!“ – „Du auch.“ – „Wir sehen uns.“ – „Bis bald.“ – „Tschüss!“
Wow! Da rieselt es einem doch eiskalt über den Rücken!

Tipp Nr. 25: Dialoge gekonnt ausschmücken

Achten Sie darauf, dass Sie das Wort „sagte“ nicht überstrapazieren. Werfen Sie einen Blick in ein Synonymwörterbuch oder nutzen Sie die Erfahrung vieler kreativer Wortschatzspiele. Verwenden Sie abwechselnd andere Ausdrücke, wie brüllte, brummte, flüsterte, grölte, hauchte, jammerte, kicherte, klagte, krächzte, kreischte, lallte, murrte, rief, röhrte, schrie, seufzte oder wisperte – auch wenn es auf den ersten Blick nicht unbedingt zur Szene passt. Das ist egal! Hauptsache Abwechslung!
Guter Stil geht jedoch einen Schritt weiter! Verwenden Sie synonyme Ausdrücke, die zur Atmosphäre der Szene passen, welche die Handlung vorantreiben und gleichzeitig die Charaktere weiterentwickeln. Scheuen Sie sich nicht davor, Ihre Beschreibungen so ausarten zu lassen, dass Sie unangemessene Begriffe verwenden, die nicht mehr die Art des Sprechens beschreiben, sondern darüber hinausgehen. Hier nur einige Beispiele:
„Ich weiß es nicht“, zuckte Ralf mit den Achseln.
„Vielleicht?“, kratzte sich Günther am Hinterkopf.
„Du Idiot!“, tippte sich Irene an die Stirn.
„Ich habe Hunger!“, bohrte Johanna in der Nase.
„Mick juckt´s“, kratzte sich Erich am Gesäß.
„Magst du probieren?“, lutschte Karin am Eis.
„Nein, danke!“, trank Bernhard sein Glas aus.
Solche Ergänzungen wirken keineswegs absurd, sondern tragen zum weiteren Verständnis der Dialogszene bei.

Tipp Nr. 26: Schreibblockaden überwinden

So schrecklich die Wahrheit auch klingen mag, aber: Schreibblockaden kann man nicht überwinden! Es ist schlichtweg unmöglich! Das ist nämlich die ureigenste Eigenschaft einer Blockade, dass man sie nicht umgehen oder austricksen kann. Ansonsten hießen sie ja nicht Schreibblockaden, sondern bloß Spontan-Auftretende-Schreibhindernisse.
Es nützt also nichts, wenn man sich trotz einer Blockade an die Schreibmaschine setzt und einfach darauf loshämmert, in der Hoffnung, plötzlich mit der Schreiberei wieder in Fahrt zu kommen. Alle Assoziations-, Clustering-, Autogenes Training- oder Automatischen-Schreib-Spielereien, die erfunden wurden, um die innere Energie wieder zum Laufen zu bringen, sind purer Humbug! Sparen Sie sich diese Mühe! Hocken Sie sich lieber auf die Wohnzimmercouch und ziehen Sie sich ein gutes Video und eine Tüte Popcorn rein!
Der einzige Weg, eine Schreibblockade restlos zu überwinden ist, so hart das jetzt auch klingen mag, einfach darauf zu warten, bis sie von alleine weggeht. Es nützt nichts, die Muse und Kreativität krampfhaft herbeizwingen zu wollen. Wenn die Zeit für Kreativität reif ist, wird sie sich von alleine einstellen. Bis dahin muss man eben abwarten … und wenn es fünf Jahre dauert, bis man wieder einen halbwegs vernünftigen Satz aufs Papier bringt, dann dauert es eben fünf Jahre! In der Zwischenzeit kann man viele gute Videofilme sehen und jede Menge Popcorn essen.

Tipp Nr. 27: Sich lästiges Überarbeiten ersparen

Die eigene Story auf Plausibilität prüfen, die Handlung umschreiben, den Stil überarbeiten, an den Charakteren feilen, die Dialoge straffen, Textstellen kürzen und statt dessen andere einfügen … das sind Mühen und Plackereien, womit sich nur unerfahrene Autoren herumquälen.
Wahrhaft geniale, talentierte Schriftsteller haben keine Überarbeitung notwendig, ihnen fließt die perfekte Story im perfekten Stil aus dem Handgelenk. Das sind unsere Vorbilder! Ihnen müssen wir nacheifern!
Deshalb: Tippen Sie einen Roman stets auf der Schreibmaschine herunter, anstatt sich mit Textverarbeitungsprogrammen am PC herumzuplagen. Damit verzetteln Sie sich nur, weil Sie ständig der Versuchung unterliegen, den Satzbau zu verändern, an der Wortwahl herumzufeilen, Dialoge zu ändern, Absätze umzuschachteln, bestimmte Details an einer anderen Stelle einzubauen. Dadurch wirkt der Roman künstlich und verliert den ursprünglichen Charme des Originellen und Spontanen. Der Leser muss spüren, dass Sie Ihren Roman in einem Stück ohne Korrekturen runtergetippt haben, mit all seinen Holprigkeiten, Wortwiederholungen, Unplausibilitäten und logischen Widersprüchen.

Tipp Nr. 28: Richtig mit Kritik umgehen

Es soll vorkommen, dass manche Leser, Lektoren oder Herausgeber mit derartiger Stilkunst nicht einverstanden sind und unseren Texten mit subtiler Kritik begegnen. Nur zu! Wir sind auf Kritik gut vorbereitet. Sollten sie es wagen, es nur gut mit uns zu meinen und an unseren Romanen Kritik zu üben, weil sie glauben, dass wir dadurch lernten, es besser zu machen, müssen wir uns immer eines vor Augen halten: Wir haben es nicht notwendig, Kritik einzustecken! Lassen wir es nicht zu, dass jemand an unseren Texten nörgelt! Ersticken wir jede „gut gemeinte“ Anregung sofort im Keim und verteidigen unser epochales Werk bis zum letzten Atemzug! Jawohl!
Harte Worte, meinen Sie? Sollen wir diese Kritik etwa vertragen lernen? Sollen wir unseren Stil vielleicht ändern, nur weil jemand anders meint, er könnte es besser? Sollen wir etwa das Positive in dieser Kritik zu finden versuchen? Sollen wir vielleicht gar die Chance darin entdecken, die eigenen Schwächen zu erkennen und auszumerzen? Pah! Natürlich nicht! Nie und nimmer!
Die Wahrheit ist die: Wir müssen endlich begreifen, dass Lektoren ihre Kommentare nicht als Kritik am Text, sondern als persönliche Beleidigung meinen. Sie wollen uns demütigen, uns Steine in den Weg legen. Wir aber sind freischaffende Künstler, wir dürfen unsere Arbeiten nicht zensieren lassen. Die Kunst ist frei und muss frei bleiben! Wer glauben diese Leser und Lektoren eigentlich, wer sie sind, dass sie so über unsere Arbeit urteilen? Die können ja selbst kaum schreiben! Am besten, wir reagieren zornig auf deren Anschuldigungen. Das ist die einzige angemessene Antwort eines wahrhaft professionellen Autors. Fazit: Denen schicken wir nie mehr wieder ein Manuskript! Die sollen schauen, wo sie ohne unsere Texte bleiben.
Sollten Sie ähnlich empfinden, erhalten Sie sich diese Eigenschaft, fremde Kritik abzuschmettern, solange wie möglich.

Tipp Nr. 29: Den Leser richtig einschätzen

Nahezu gegen Schluss dieses Artikels noch eine Bemerkung über den Leser: Es ist ein zu Unrecht weit verbreitetes Vorurteil, dass der Leser es schätzt, von selbst auf Muster, Motive und die Bedeutung von Dingen und früher erwähnter Ereignisse zu kommen. Angeblich liebt es der Leser, die Zusammenhänge im Roman selbst zu entdecken. Angeblich versucht er zwischen den Zeilen zu lesen und beginnt damit, zu kombinieren und seine eigenen Schlüsse zu ziehen. Ha! Welch fataler Irrtum!
Lassen wir uns nicht von derart vorsintflutlichem Humbug einlullen! Wollen wir die Lektüre für unsere Leser tatsächlich zu einem spannenden Erlebnis machen, müssen wir von solchen, aus der Luft gegriffenen Vorstellungen, Abstand nehmen. Das Bild des Lesers hat sich gewandelt, er ist nicht mehr der Konsument, der er noch im 17. Jahrhundert war. Wir müssen unseren Stil an die veränderte Lesegewohnheit unseres Publikums anpassen.
Wir dürfen unsere Leser nicht mitdenken lassen, wir setzen ih-nen doch kein Quiz vor oder unterziehen sie einem heiteren Rätselraten, wie wir unseren Text gemeint haben könnten. Statt dessen müssen wir ihnen alles vorkauen und bis ins letzte Detail erklären! Es darf keinen Spielraum für Spekulationen geben, keinen Raum für Interpretationen, keinen Platz für Vermutungen. Lassen Sie nichts offen, klären Sie alles auf!
Doch sollten wir unseren Leser zu gegebener Stunde überraschen! Das ist legitim und vom Leser sogar erwünscht! Wenn unser Protagonist Harry auf Grund der kosmischen Weisheit eines Alien-Kängurus, beispielsweise drei Wünsche frei hat, wovon er im Lauf der Handlung bereits drei unnötig vergeudet hat, dann sollten wir ihn am Ende der Geschichte auf jeden Fall durch einen vierten Wunsch aus seiner Misere retten.
Das ist kein Betrug am Leser, wie es auf den ersten Blick erscheinen mag, sondern eine überraschende Wendung, auf die der Leser von selbst nie gekommen wäre. Er liebt solche Überraschungen.

Tipp Nr. 30: Den ausschlaggebenden Erfolgsfaktor nützen

Den wichtigsten Punkt habe ich für den Schluss aufgespart. Man kann es drehen und wenden wie man möchte, der beste Erfolgsfaktor für keinen erfolgreichen Roman ist und bleibt der Ratschlag, das Manuskript an keinen Verlag zu schicken, sondern den Text in der Schublade am Dachboden liegen zu lassen. Genügt das? Nein! Fest versperrt und den Schlüssel im Blumenbeet hinter dem Haus des Nachbarn verscharrt. So ist es richtig! Denn die verschlossene Kommode am unzugänglichen, verstaubten Dachboden ist der einzige Ort, der sich einem grandiosen, fulminanten, epochalen Manuskript als würdig erweist.
Verlage, die heutzutage beinahe schon gemeinnützigen Kunst-Vereinen gleichen, weil sie nur das drucken, was kaum Chancen auf Erfolg hat, Lektoren, die ihr Handwerk trotz jahrelanger Erfahrung nicht die Bohne beherrschen und den Text verstümmeln, wo es nur geht, Layouter, die jedes edle Buch entstellen, und Leser, die am Roman nur herumzumeckern haben, würden die Genialität eines solchen Manuskripts ohnehin niemals begreifen.
Fazit: Verschwenden Sie Ihr Werk nicht an Banausen! Schreiben Sie es für sich selbst und Ihre Schublade! Nachkommende Generationen werden es vielleicht entdecken und zu würdigen wis-sen.

Schlussbemerkung

Ich hoffe, Ihnen mit diesem Artikel ein wenig weitergeholfen zu haben. Wenn Sie sich an diese dreißig Tipps des Uncreative Wri-ting halten, und Ihre Texte dementsprechend ändern, kann nichts schief gehen. Sie werden garantiert keinen erfolgreichen Roman schreiben. Das verspreche ich Ihnen!
Sollte jedoch das alles nichts genützt, und Sie trotz mehrmaliger Versuche dennoch einen erfolgreichen Roman produziert haben, seien Sie bitte nicht verzagt … Sie können das Manuskript immer noch von Ihrem PC löschen.
Jedenfalls wünsche ich Ihnen viel Spaß beim Überarbeiten Ihrer Texte.

(c) Jänner 2001 by Andreas Gruber

Hardcoreleben

Oktober 13, 2008

Hardcoreleben

Du schließt die Wohnungstür und legst deine Maske ab.
In der Küche machst du dir Pizza und liest Zeitung.
Die Eieruhr klingelt, Essen ist fertig, ab ins Wohnzimmer.
Zu faul zum Umschalten siehst du dir Feierabendfernsehen an.
Die Pizza schmeckt lasch wie dein Leben, zu kurz gebacken.
Später setzt du dich noch an den Computer, virtuelle Freunde besuchen.
Weichgespülte Scheiße läuft aus den Boxen und über die Tastatur.
Du ärgerst dich, gestern erst saubergemacht, kein Zewa mehr da.
Deine Mittelmäßigkeit hilft dir, den Gestank zu ignorieren.