Will man ernsthaft an die Philosophie herangehen, so muss man, das gebietet schon das Wesen der ganzen Unternehmung, zuerst herausfinden, was Philosophie eigentlich ist.

Wikipedia sagt:

Philosphie, griechisch φιλοσοφία philosophía, wörtlich die „Liebe zur Weisheit“.

Und hier kommt das deutsche Schulsystem ins Spiel. Eindrucksvoll demonstriert am Beispiel eines Philosophie-Kurses tritt hier geballte Zwiespältigkeit des „Philosophierens“ zu Tage.

Der Lehrer weiß:

Schüler sehen gerne Filme. Das ist ein Faktum und von allen Wissenschaften als allgemein gültige Tatsache anerkannt. Den Rest des Jahres hat er seine Schüler mit pathos-triefenden Diskussionen und Referaten über tote Menschen gelangweilt. Deshalb glaubt er, sich und dem Kurs einen Gefallen zu tun, wenn er einige der letzten Stunden in einem schmalzigen Stück Film ertränkt, das jedoch in Wahrheit sowohl pathos- als auch langeweiletechnisch eine echte Konkurrenz für seinen Unterricht darstellt:

„Hinter dem Horizont“

Bereits in den ersten Minuten des Films wird klar: Das ist ganz großes Tennis hier, hier werden Nägel mit Köpfen gemacht. Robin Williams spielt wie immer sich selbst, einen chaotischen, netten Typen, den irgendwie alle ganz gut leiden können. Das tut er an der Seite irgendeiner Frau, die den Rest des Films mit ihren zwei Blagen um den hässlichsten Haarschnitt der gesamten Weltgeschichte wetteifert.

Man könnte jetzt dem Trugschluss erliegen, die Handlung des Streifens sei schnell erzählt, doch seht selbst:

Auf dem Schulweg sterben die Kinder der beiden, Crissy (Robin Williams) schließt sich ihnen aus purem Altruismus an und schließlich verendet auch Sie an einigen überaus schmerzhaften Schnitten in der Gegend der Handgelenke.

Moment, war das schon alles?- Oohhh nein, so schnell geht das nicht hier.

Schließlich wird der Film im Philosophie- Unterricht gezeigt, also muss er auch irgendwas esoterisches haben. In bildgewaltigen Szenen (Okay, hier kann der Film tatsächlich punkten) trifft man sich also im Himmel wieder und ganze Zuschauerscharen vergehen entsetzt bei dem Gedanken, eine weitere Stunde lang lachende Kinder und Robin Williams unter irgendwelchen Laubbäumen ertragen zu müssen.

Und hier kommt dann der großartigste Plottwist aller Zeiten, mit dem der Film sich letztendlich selbst als unlogisches Werk mit einer höchst fragwürdigen Moral entlarven wird:

Robin Williams (in diesem Film „Crissie´s“) Frau hat sich ja -haha- selbst umgebracht und muss deshalb -Achtung, religiöses Klischee voraus- in der Hölle schmoren. Er also steigt in seine Tausendmeilenstiefel und legt das „Happy-End“-Schwert um, um schlussendlich seine Geliebte und zudem „Seelenverwandte“ überaus heldenhaft aus der Hölle zu erretten.

War´s das jetzt endlich? – Nein, wieder falsch. Welcome to Hollywood, bitches, wo ein anständiger Film eine Mindestlänge von 90 Minuten hat.

Es folgen Arme ausbreitende und aufeinander zurennende Wiedersehenszenen, Freudentränen, gepunktete Hunde und nicht zuletzt- eine Zusammenkunft der grausamsten Haarschnitte dieses Machwerks in einer einzelnen Einstellung. Der Regisseur muss wohl eingesehen haben, dass das jetzt selbst für die hartgesottensten Rosamundepilcherfetischisten zu hart wird und beendet den Film mit zwei Kindern am Wasser und einem Sandwich.

Den habt ihr nicht verstanden?- Seht euch einfach den Film an. Er läuft in der Hölle in Dauerschleife.

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Hatte ich schon erwähnt, dass ich auf einer Insel lebe?

Naja, nicht im Sinn eines von Wasser umgebenen Eilands, eher in der Beziehung, dass der Berg, auf dem unser…

Ach, vergesst das mit der Insel. Worauf ich hinaus wollte, waren Fahrschulen. Ich kann keinen Schritt machen, ohne ständig von einem dieser schleichenden Kleinwagen verfolgt zu werden.

Ein ängstliches Gesicht zwängt sich hinter das Steuer und erwägt seit einer halben Stunde fieberhaft das Schalten vom 2. in den 3. Gang. Nur nichts überstürzen, schön vorsichtig- nicht, dass der Fahrlehrer aufwacht.

Der sitzt nämlich auf dem Beifahrersitz und liest Zeitung. Wahlweise die Bild, in guten Fahrschulen die FAZ oder die WELT. Ich persönlich hatte meine Fahrschule auch nach der Zeitung ausgewählt, die der Fahrlehrer las.

Okay, das war jetzt gelogen, aber irgendwie musste ich ja wieder zurück auf mich kommen, oder?

Wie auch immer, jedenfalls ist alles voller Fahrschulen hier. Im Grunde ist jede Parklücke auf diesem verfluchten Berg frei, aber die einparken übenden Fahrschüler üben eben auch den fliegenden Wechsel, und den haben sie echt verflucht gut drauf.

Merkwürdig, bis vor zwei Wochen war ich selbst noch einer von denen.

Egal.

Sind doch alles Waschlappen.

In diesem Sinne:

Rock on.

Wow, ist ja irgendwie unspektakulär.

Fünf Minuten lang Geklicke, dann stille.

Wilkommen bei WordPress, den Drink gibts da vorne, jetzt aber weiter hier!

In diesem Blog werde ich relativ regelmäßig aus dem Wahnsinn meines alltäglichen Lebens berichten beziehungsweise ein Spotlight auf den Wahnsinn des alltäglichen Lebens anderer Leute geben.

So, jetzt aber raus hier!